Ich weiß nicht, ob das wirklich hilft, aber im Datenschutz haben sich in den letzten Jahren die Widersprüche so sehr angesammelt, dass das gesamte System lichterloh brennt:
- 16 Landesdatenschützer (+eigene für die Kirchen!) vertreten z.T. unterschiedliche Positionen, was dich als bundesweit agierende Firma völlig in den Wahnsinn treibt
- Die großen Firmen nutzen die EU schamlos aus und dann ist plötzlich eine ehemalige Meta-Managerin in Irland für den Datenschutz deutscher User zuständig und tut natürlich absolut nichts.
- die über die EU so bitter entmachteten deutschen Datenschützer machen dann unglaublich viel Kleinkrams und am Ende kann die Kita keinen Mailverteiler machen
- Firmen gönnen sich hingegen die volle Dreistigkeit: “Lehne innerhalb der nächsten 2 Minuten unsere AGB-Änderung ab, sonst nutzen wir alle deine Daten zum KI-Training” und selbst wenn du das machst, werden deine Daten natürlich zum KI-Training benutzt
- es wurde viel Papier vollgeschrieben, aber am Ende stellt sich jetzt doch raus, dass wie alle immer gewusst haben, die US-Geheimdienste natürlich Zugriff auf die Daten in den US-Clouds haben
- dann gibt es Pseudo-Legale Dinge wie diese Cookie-Banner, wo dann ernsthaft davon ausgegangen wird, dass die Nutzer mit einem Klick die Datenschutzbedingungen von 875 Drittanbieter-Trackingfirmen akzeptiert haben
- und irgendwo schnorchelt dann ein chinesisches Gerät oder eine App alles fleißig ab
Das Absurdeste ist ja, dass wir seit Jahren über Datenschutz faseln, aber fast jede große Firma in Deutschland Microsoft 365 verwendet. Das ist…völlig okay, aus [beliebigen fadenscheinigen Grund einfügen, der von Max Schrems gerichtlich widerlegt wird].
Wenn wir einen Arsch in der Hose hätten, würden wir LibreOffice, Nextcloud und diverse andere Tools weiterentwickeln und unterstützen. Stattdessen zahlen alle Unternehmen stetig steigende Abokosten und machen Teams-Calls. Ein Produkt, das nicht nur zu einem US-Unternehmen gehört, sondern auch technisch absolute Scheiße ist.




